Fluoride

SalzFluoride findet man überall in der Natur z.B. im Boden, in Flüssen und Meeren und in Nahrungsmitteln. Der Mensch nimmt Fluoride über das Trinkwasser und die Nahrung, wie z.B. Fisch, Brot, Obst, Gemüse, Fleisch und Salz auf. Fluoride beschleunigen die Härtung des Zahnschmelzes und fördern die Einlagerung von Mineralien in das Skelett, welches dadurch gestärkt und gefestigt wird. Es gibt zwei Möglichkeiten eine Kariesprophylaxe, d. h. eine Vorbeugung der Karies, durchzuführen.

1. Häusliche Prophylaxe mit Speisesalzfluoredierung

Die Anwendung von fluorediertem Speisesalz hängt von dem Fluoridgehalt des Trinkwassers ab. Liegt der Wert unter 0,3 mg/l ist der Gebrauch von diesem Salz unnötig. Eine Kariesprophylaxe wird bis zum 2. Lebensjahr des Kindes empfohlen. Es wird täglich eine Fluoridtablette eingenommen. Die Dosis der „Fluoretten“ wird sehr niedrig gehalten, ist aber von ausreichender Menge die ein kleiner Körper in dem Alter braucht. Vorausgesetzt das Kind wird von vorgefertigter Babynahrung ernährt. Kocht die Mutter dann selbst für das Kind, kann auf die Fluoretten verzichtet werden, da von nun an das fluoredierte Speisesalz verwendet wird. Im weiteren Lebensverlauf reicht neben der innerlichen Aufnahme von Fluoriden der tägliche Gebrauch von einer fluoridhaltigen Zahnpasta aus. Bis zu einem Alter von 4 Jahren ist dies die Kinderzahnpasta. Wenn das Kind sicher ausspülen kann, d. h. nicht mehr unbeabsichtigt Zahnpasta verschluckt, kann eine Erwachsenenzahnpasta verwendet werden.
Das Zähneputzen sollte ein Leben lang durchgeführt werden.

2. Häusliche Prophylaxe ohne Speisesalzfluoredierung

Bei einer Prophylaxe ohne Speisesalzfluoredierung wird empfohlen anstatt des Salzes die Fluoretten zu benutzen. Sie werden von Anfang an bis ins hohe Alter 1x täglich eingenommen. Zusätzlich kommt die äußerliche Fluoridierung dazu. Das heißt nach dem Durchbruch der Milchzähne werden diese 2x täglich mit einer Kinderzahnpasta geputzt. Nach einem sicheren Ausspülen kann zu einer Erwachsenenzahnpasta gewechselt werden.

Alternativ zu den Fluoridtabletten kann ab dem 6. Lebensjahr eine fluoridhaltige Zahnspüllösung 2x täglich genommen werden. Oder aber ein Fluoridkonzentrat, wie z. B. Gelee, das 1x wöchentlich auf die Zähne aufgetragen wird. Auch diese beiden Alternativen gehören in den Zusammenhang mit dem täglichen Zähneputzen, und sollten bis ins hohe Alter bewusst, mit Verantwortung und Disziplin durchgeführt werden. Die optimale tägliche Fluoridaufnahme kann, mit Hilfe eines Ernährungsplanes und dem Fluoridgehalt des Trinkwassers, mit Ihnen besprochen und bearbeitet werden. So bleiben die Zähne gesund und geschützt ein Leben lang!